Die Farbe von Rotwein schwankt zwischen hellrot und fast schwarz, wobei am Rand Farbschattierungen zwischen Blau und Gelb zu erkennen sind; sie ist abhängig von der Rebsorte, der Jahrgangscharakteristik, dem Gesundheitszustand der Trauben, den Weinbereitungsmethoden (insbesondere vom Ausmass der Maischung), dem PH-Wert des Weins und schliesslich von der Lagerzeit in Tank, Fass und Flasche. Ein Rotwein, der eine starke Oxidation hinter sich hat oder mehrere Jahrzehnte alt ist, zeigt oft dieselbe tief gelbbraune Färbung wie ein sehr alter Weisswein.
Rotwein wird praktisch in allen Weinbauregionen der Welt produziert; allerdings ist der Anteil in Gegenden mit kühlem Klima eher gering, weil dort in den Schalen der meisten Rebsorten nur mit Schwierigkeiten eine für die Entstehung von Rotwein ausreichend starke Pigmentbildung zustande kommt.
Roter Wein - in Portugal und Spanien tinto, wobei in Spanien zwischen vino tinto (dunklem Rotwein) und clarete (hellem Rotwein) unterschieden wird - gilt erst seit der Entwicklung von Flaschen, die sich für die Alterung des Weins eignen, als in gewisser Weise besser als Weisswein.
Wein Spanien
In Spanien wächst fast überall Wein und das in ganz gegensätzlichen Klimazonen: vom kühlen Galizien im Nordosten über die milderen Mittelmeergebiete bis zum glühenden Hochland im Zentrum.
Entsprechend bietet der spanische Weinkosmos alles was das Weinherz begehrt, und das in immer besser werdender Qualität.
Die D.O. Klassifikation
Im Jahr 1926 wurde für die Weinbauregion Rioja ein Reglement für eine D.O. (Denominacion de Origen), also eine gesetzlich geschützte Herkunftsbezeichnung festgelegt.
Damit wurden aber nicht nur die geographischen Grenzen, innerhalb derer der Wein gewachsen und letztlich auch ausgebaut sein muss, bestimmt. Die D.O. Festlegung regelt vor allem auch Qualitätsstandards, wie beispielsweise typische Rebsorten, Pflanzdichte und damit auch den Ertrag, Anbau- und Ausbaumethoden, Rebschnitt sowie Grenzwerte für Alkoholgehalt, Zuckeranteil und Säure des Weines.
Die regionalen Weinbauverbände wiederum stellen die Consejor Reguladores, eine Art Kontroll- und Aufsichtsrat, der über die Einhaltung der im Rahmen der D.O. festgelegten Regeln und Vorschriften wacht.
Dieser Consejo Regulador setzt sich aus einem vom Landwirtschafts- und Handelsministerium gestellten Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden, von Vertretern der Weinbauern, der Bodegas und Erzeugerbetriebe sowie Vertretern des Weinhandels zusammen.
Andere Regionen zogen schnell nach. Heute beanspruchen rund 100 Weinregionen Spaniens einen "Herkunfts-Status".
Seit 1972 steuert ein zentrales Gremium, das Instituto Nacional de Denominacion de Origen (INDO), von Madrid aus landesweit die Consejos Reguladores. Die autonome Provinz Katalonien allerdings geht hier mit dem Institut Catalá de Vi (INCAVI) eigene Wege.
Weitergehende Links für Rotwein-Fans und Spanien-Interessierte: